Notfallseelsorge und Notfallnachsorgedienst kooperieren noch enger

Notfallseelsorge und Notfallnachsorgedienst kooperieren noch enger

27. September 2017 Allgemein 0

Wenn Menschen sich durch einen Unfall oder durch Verletzung und Tod von Angehörigen in einer akuten Krisensituation befinden, leisten Einsatzkräfte der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) Erste Hilfe für die Seele. Um dieses Angebot in der Region zu optimieren und eine flächendeckende zeitnahe Versorgung mit PSNV-Kräften zu gewährleisten, verbindet die Notfallseelsorge Ulm/Alb-Donau-Kreis sowie den Notfallnachsorgedienst des Kreisverbands Ulm des Deutschen Roten Kreuzes nun eine Arbeitsgemeinschaft. Dies haben die Leitungskräfte gemeinsam mit den Trägern der beiden Organisationen, das DRK einerseits und andererseits der Ulmer Oberbürgermeister, der Landrat des Alb-Donau-Kreises sowie die drei Dekane der beiden großen Kirchen, in einer Kooperationsvereinbarung beschlossen.

Ziel der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung Ulm/Alb-Donau-Kreis ist die Erhöhung der Schlagkraft durch eine Bündelung von Kompetenzen. Zukünftig sollen bedarfsorientiert zusammengesetzte Einsatzteams beider Organisationen eine optimale und zeitnahe psychosoziale Notfallversorgung von Betroffenen wie Einsatzkräften vor Ort gleichermaßen sicherstellen. Michael Lobenhofer, Geschäftsführer der Notfallseelsorge, benennt die Ziele der Vereinbarung: „Unter der Achtung der jeweiligen Eigenständigkeit und des Profils von Notfallseelsorge und Notfallnachsorge wollen wir die Psychosoziale Notfallversorgung in der Region weiterentwickeln und ausbauen“. Neben der Schaffung einer gemeinsamen Alarmierungsstruktur und der Sicherstellung einheitlicher Mindest- und Qualitätsstandards werden dabei auch die Bewältigung von Großschadensladen und die gemeinsame Beschaffung geeigneter Einsatzfahrzeuge ein Thema sein. Mitja Weilemann, Leiter des Notfallnachsorgedienstes lobt die bisherige Arbeit: „Beide Organisationen leisten seit vielen Jahren hervorragende PSNV-Arbeit für die Region. Die Kooperationsvereinbarung schafft nun ein Fundament, auf dem wir gemeinsam dem steigenden Bedarf an PSNV-Unterstützung gerecht werden können.“

Die Notfallseelsorge Ulm/Alb-Donau-Kreis wurde zum Jahresende 1998 auf Initiative des Ulmer Betriebsseelsorgers Werner Baur ins Leben gerufen. Zwei bis drei Mal pro Woche werden ihre Mitglieder zu Einsätzen ins Stadtgebiet und den Landkreis alarmiert. Sie alle haben eine intensive Schulung durchlaufen; die meisten Notfallseelsorger verfügen zudem über eine seelsorgliche, beraterische oder therapeutische Berufsausbildung. Derzeit stehen 27 Notfallseelsorger und neun muslimische Notfallbegleiter zum Einsatz bereit. Darüber hinaus stellt die NFS fünf „Leiter PSNV“ für Großschäden.

Der Notfallnachsorgedienst des Deutschen Roten Kreuzes im Kreisverband Ulm ist auf Initiative der Ehinger Rotkreuzlerin Elisabeth Waibel seit 1999 in der Region aktiv. Haupteinsatzgebiet seiner Kräfte sind derzeit der Altkreis und die Stadt Ehingen, die Gemeinde Laichingen und seit rund einem Jahr auch der Raum Blaubeuren. Die ehrenamtlichen Mitglieder haben alle eine spezielle DRK-Ausbildung zum Kriseninterventionshelfer absolviert. Das Spektrum ihrer beruflichen Hintergründe reicht von der Polizei über den Pflege- und Erzieherbereich bis hin zu Kommunikationsfachleuten. Der Notfallnachsorgedienst des DRK stellt aktuell 23 speziell ausgebildete Helferinnen und Helfer, die im Schnitt 35 Mal im Jahr zu Einsätzen gerufen werden.

Notfallnachsorgedienst des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Ulm e.V.
Leiter:
Mitja Weilemann
mitja.weilemann@drk-ehingen.de

Notfallseelsorge Ulm / Alb-Donau-Kreis
Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit:
Holger Oellermann
presse@notfallseelsorge-ulm.de

 

 

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