NFS Aktuell

Weihnachten 2018

Liebe Freundinnen und Freunde der NFS Ulm/Alb-Donau-Kreis,
liebe Kameradinnen und Kameraden,

viele Begegnungen hatten wir wieder im Jahr, das jetzt zu Ende geht. Viele gemeinsame Einsätze haben wir bewältigt. Für die ausgezeichnete Zusammenarbeit sagen wir Euch herzlichen Dank! Von den Einsätzen der Notfallseelsorge bleiben naturgemäß viele im Stillen. Es galt, vielen Menschen beizustehen, die Leid erfahren mussten. Wir sind dankbar, dass wir diese Aufgabe erfüllen dürfen. Weihnachten steht vor der Tür und wir denken an die Verstorbenen und ihre Angehörigen, die nun das erste Christfest ohne den Verlorenen feiern.

Oft waren wir aber auch im Einsatz, ohne dass jemand gestorben ist. Das ist Euer Verdienst, Kameradinnen und Kameraden in den Blaulichtorganisationen, dass wir auch beistehen durften, wenn etwas Belastendes geschah. Wir freuen uns auf das kommende Jahr mit Euch, wenn wir wieder gemeinsam den Menschen unserer Region helfen dürfen, wie es unser aller Auftrag ist.

Bald beginnt ein neues Jahr. Für die NFS ist der 31.12.2018 ein besonderer: Vor genau 20 Jahren wurde die Notfallseelsorge Ulm/Alb-Donau-Kreis an dem Silvestertag 1999 im Ulmer Rathaus in den Dienst gestellt. Deswegen werden wir 2019 auch unser 20-jähriges Jubiläum feiern.

Und wir haben selbst ein Geschenk bekommen: Seit kurzem haben wir ein neues Einsatzauto, einen Kleinbus mit Allrad und Konferenzbestuhlung. So werden wir sicherer unterwegs sein und noch professioneller helfen können.

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen gesegnete Weihnachten und ein paar hoffentlich ruhige Tage und einen guten Rutsch in ein friedvolles, gesundes neues Jahr 2019. Möget Ihr alle viele gute Wege im neuen Jahr gehen.

Nellingen – Autofahrer stirbt bei Aufprall gegen Baum

Unser Diensthabender war heute gemeinsam mit einem Kollegen des DRK-Notfallnachsorgedienst im Einsatz:

Nellingen – Autofahrer stirbt bei Aufprall gegen Baum. Ulm (ots) – Der 66-Jährige war gegen 10.15 Uhr zwischen Nellingen und Aichen unterwegs. Aus unbekannter Ursache kam der Fahrer mit seinem VW von der Straße ab. Er prallte mit großer Wucht gegen einen Baum. Feuerwehr, Notarzt und Polizei rückten aus. Feuerwehrleute bargen den Fahrer tot aus dem total beschädigten Auto. Der Sachschaden an diesem beträgt rund 12.000 Euro. An der Unfallstelle halfen auch zwei Notfallseelsorger. Die Landesstraße war für knapp zwei Stunden gesperrt. Die Verkehrspolizei aus Mühlhausen (07335/96260) hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.

Pressemitteilung des PP Ulm

Sieben neue Notfallseelsorger in Ausbildung

Die Einsatzzahlen der Notfallseelsorge Ulm/Alb-Donau-Kreis (NFS) bleiben unverändert hoch. Das berichtete deren Geschäftsführer, Michael Lobenhofer, seinen Einsatzkräften und den Vertretern von Stadt, Landkreis, Feuerwehr und Polizei, die sich zur Jahreshauptversammlung in der Ulmer Hauptfeuerwache eingefunden hatten. Der Chef der Notfallseelsorger aus der Region erinnerte an die 157 Einsätze von Jahresbeginn an, die teilweise auch in der Öffentlichkeit bekannt wurden. So versorgten gleich Anfang Januar Seelsorger die Betroffenen des Raubmordes am Ulmer Eselsberg. Im Mai verunglückte eine Gruppe österreichischer Feuerwehrleute auf der A8 bei Merklingen, die bis zur Weiterfahrt mit der örtlichen Feuerwehr gemeinsam betreut wurden. Im September gab es einen Großeinsatz für die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) in Schelklingen: Ein Gerüst stürzte im Silo eines Zementwerkes ein und begrub zwei Arbeiter unter sich. Acht Notfallseelsorger waren teilweise über Tage zur Betreuung im Einsatz. Auch beim Unglück einer Ulmer Schachtel und einem Todesfall während des Einstein-Marathons wurde die Notfallseelsorge von den Rettungsdiensten zur Unterstützung gerufen. Zunehmend war auch die Beteiligung an Feuerwehreinsätzen, wenn Wohnungen gebrannt hatten.

Um diese Aufgaben bewältigen zu können, sieht Lobenhofer die NFS gut gerüstet: Zwei neuen Einsatzkräften konnte er die Beauftragung durch den zuständigen Dekan überreichen, weitere sieben beginnen Anfang 2019 ihre Ausbildung. Um Feuerwehr und Rettungsdienst für ihre Arbeit zu stärken, bot die NFS erstmals eine Peer-Ausbildung an: „Im Oktober lernten 17 Einsatzkräfte von unserer Notfallpsychologin Anna Hruschka, wie sie bei belastenden Einsätzen direkt in ihren Organisationen den Kameraden zur Seite stehen können“ schilderte der Geschäftsführer.

Fünf Notfallseelsorger wurden von Lobenhofer aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Der Bereichsleiter für Einsätze, Markus Sautter, wurde in das Koordinationsteam gewählt. Er folgt der Langenauer Pfarrerin Rebekka Herminghaus nach, die nicht wieder kandidierte. Ulms Feuerwehrkommandant Hansjörg Prinzing lobte die Notfallseelsorger: „Die Notfallseelsorge ist nicht mehr wegzudenken; für die Einsatzkräfte und die Bevölkerung leisten Sie einen unverzichtbaren Dienst!“ Polizeidirektor Konrad Aichinger vom Revier Ulm-West meinte anerkennend, der Dienst für die Polizisten sei einfacher, weil sie wissen, dass sie die Notfallseelsorge in schwierigen Situationen unterstützt.

Foto: Amrei Groß


Fahrzeugsegnung bei der NFS

„Segne dieses Fahrzeug, das heute in Dienst gestellt wird. Gib, dass wir durch seinen Einsatz dem Unfrieden wehren, Gefahren abwenden und in Unglückfällen helfen können.“

Mit diesen Worten weihte heute Abend bei einer Besprechung der Leiter PSNV unser stv. Geschäftsführer, Pfarrer Gerhard Bundschuh, unser neues Einsatzfahrzeug. Kaum ausgeliefert und mit der violetten Beschriftung versehen, nahm unser neuer VW Bus heute um 20 Uhr seinen Dienst auf und ist ab sofort beim Diensthabenden in Bereitschaft. Nach drei Jahren ersetzt er unser erstes Auto, einen VW Tiguan. Wir sind froh über den neuen Bus, der auch für ein Gespräch in Privatsphäre Platz bietet und sind damit die nächsten drei Jahre für Euch da.

Grundausbildung – Truppmann bei der Feuerwehr Ulm

Am vergangenen Montag waren wir zu Gast bei der Truppmannausbildung der Feuerwehr Ulm. Etwa 30 junge Kameradinnen und Kameraden wurden im Zuge der Ausbildungseinheit „Physische und psychische Belastungen“ geschult.

Ein Auszug aus dem Lernzielkatalog Truppmann Teil 2:
„Die Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer müssen die Besonderheiten der physischen und psychischen Belastung wiedergeben und entsprechend handeln können. Sie müssen wissen, dass die Belastungen, die innerhalb eines Einsatzes auf die Angehörigen der Feuerwehr einwirken, zu psychischen Fehlreaktionen und physischen Leistungsminderungen führen können und dass Menschen, die großen Gefahren ausgestzt sind, unter Umständen nicht mehr vernunftfähig reagieren. Sie müssen wissen, welche Maßnahmen ihnen beim Umgang mit in Panik geratenen Menschen zur Verfügung stehen.

Im Zuge dessen möchten wir wieder einmal auf unsere „Fortbildung PSNV“ hinweisen, welche wir allen BOS-Organisationen in Ulm und Alb-Donau-Kreis gerne anbieten. Herbst- und Winterzeit = Fortbildungszeit 😉 Nehmen Sie diesbezüglich Kontakt zu uns auf. Entweder per Mail unter kontakt@notfallseelsorge-ulm.de

Bild © Feuerwehr Ulm


Peer-Ausbildung der Notfallseelsorge Ulm / Alb-Donau-Kreis

Am vergangenen Samstag haben 17 Kameradinnen und Kameraden verschiedener Blaulichtorganisationen erfolgreich die Ausbildung zum PSNV-Peer abgeschlossen. Sie erweitern und bereichern damit unser hervorragendes PSNV-Netzwerk in Ulm und im Alb-Donau-Kreis vor allem im Bereich der PSNV-E.

Aber vielleicht besteht hier und da Interesse an einer kleinen Begriffserläuterung? PSNV-E bezeichnet die Psychosoziale Notfallversorgung für !E!INSATZKRÄFTE, wobei die PSNV-B sich der !B!ETROFFENEN annimmt.
Um ein optimales und professionelles Netzwerk der Einsatzkräftenachsorge zu gewährleisten, haben wir nun zusätzlich zu unseren speziell ausgebildeten Notfallseelsorgern die Peer-Group ausgebildet. Der Begriff Peer kommt aus dem englischen und bedeutet soviel wie „gleichrangig/gleichartig“. PSNV-Peers sind die Ansprechpartner vor Ort und stehen ihren Kameraden für Gespräche zur Verfügung. Dies kann in Einzelgesprächen oder in der Gruppe (z.B. in einer Einsatznachbesprechung) erfolgen. Bei belastenden Einsätzen bildet der Peer gemeinsam mit einer ausgebildeten PSNV-Kraft und/oder einem Notfallpsychologen ein Nachsorgeteam. Die neuen Kollegen im PSNV-Team werden sich regelmäßig zu einer Peer-Reflexion treffen und ihre Erfahrungen austauschen.

Wir danken unserer Kollegin und Notfallpsychologin Anna Hruschka von Hochstamm dafür, dass sie für uns die Ausbildung der Peers übernommen hat.
Auf Grund der Nachfrage werden wir auch im kommenden Jahr wieder eine PSNV-Peer-Ausbildung anbieten. Herzlich dazu eingeladen sind alle Mitglieder von Feuerwehr, Rettungsdienst, DLRG, THW, BRH, etc. – aus Ulm und Alb-Donau-Kreis. Für Rückfragen diesbezüglich stehen wir gerne unter kontakt@notfallseelsorge-ulm.de oder per PN auf Facebook zur Verfügung.

Großübung des Rettungsdienstes

Am 20. Oktober gab es eine Großübung mit einem Massenanfall Verletzter, bei dem Rettungsdienste, Katastrophenschutzeinheiten, die Polizei und die Kliniken den Ernstfall probten. Die Notfallseelsorge Ulm/Alb-Donau-Kreis war mit Unterstützung des Kriseninterventionsteams des DRK Heidenheim und des Notfallnachsorgedienstes des DRK Ulm zur Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) in den Kliniken dabei. Wir haben unglaublich viele Eindrücke mitgenommen, es war sehr lehrreich! Diese Übung war auch für uns sehr wichtig.

Mehr zur Übung bei
den Kollegen des Traumateams
der Neu-Ulmer Zeitung (Thomas Heckmann)


Foto: Bundeswehr, Andreas Steffan